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Virtueller Besuch des CMS-Detektors von CERN

Am Mittwoch den 13. März hatten die Schüler/innen der 8B und 6B des NAWI-Zweigs bzw. die 8D (TecMedia) die einzigartige Gelegenheit, den CMS-Teilchendetektor am CERN kennenzulernen. Dabei war es nicht notwendig, die beschwerliche Reise nach Genf auf sich zu nehmen, sondern die Führung erfolgte über via Video-Konferenz-Schaltung.

Der österreichische Physiker Michael Hoch und seine Kolleg/innen zeigten den Schüler/innen den Kontrollraum, die Kaverne mit dem Teilchendetektor und die zweite Kaverne mit den Rechneranlagen, die den Detektor steuern und die Kollisionen auswerten.

Zur Erklärung: Der LHC (Large Hadron Collider) ist der große Teilchenbeschleuniger (26,5 km Umfang) des CERN. Hier laufen zwei Protonenstrahlen (manchmal auch Schwerionenstrahlen) gegenläufig im Kreis. An insgesamt vier Stellen kreuzen sich die Strahlen, das ist der Standort für die Experimentierstationen, wobei ATLAS und CMS die größten und bekanntesten sind. Die Aufgabe der beiden Experimente ist es, die bei den Teilchenkollisionen auftretenden Teilchen zu detektieren und zu analysieren. Daraus erhofft man sich tiefe Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und über die Vorgänge kurz nach dem Urknall. Im vergangenen Jahr war CERN in den Schlagzeilen, weil sie ein lange gesuchtes Teilchen, das Higgs-Boson, mit den beiden Detektoren gefunden haben.

Derzeit ist der Speicherring für zwei Jahre abgeschaltet, weil geplante Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Das war ein sehr großer Vorteil für unsere Führung, da im Normalbetrieb der Detektor selbst für Mitarbeiter nicht zugänglich ist.

Wir haben den Detektor (er besitzt die Größe eines Hochhauses) von allen Seiten zu sehen bekommen und so einen Eindruck von der enormen Größe bekommen. Zum Schluss konnten die Schüler/innen noch Fragen stellen, etwa wie die Zusammenarbeit bei Mitarbeitern aus vielen Nationen klappt, welche Möglichkeiten bestehen, bei CERN zu arbeiten, wie die Finanzierung erfolgt usw.