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NAWI-Woche der 5B (15. bis 18. April 13)

Vier Tage lang durften die Schüler/innen der 5B verschiedene Aspekte der Naturwissenschaften außerhalb des Schulgebäudes erleben. Hier einige Schülerberichte:

1. Tag (15.4.) Weinbauschule Silberberg

Am Montag den 15.April 2013 besuchten wir die Weinbauschule Silberberg.
Um 08:30 Uhr, als endlich alle anwesend waren, fuhren wir los. Die Fahrt dauerte ca. halbe Stunde und um ca. 09:00 sind wir in der Weinbauschule angekommen. Es erwartete uns eine sehr nette Dame und führte uns.
Sie erzählte uns über die Weinbauschule und vieles andere...
Im Jahr 1893 wurde die Weinbauschule gegründet. Die Arbeit in der Schule war und ist nicht leicht, damals haben die „Windischen“ dort gearbeitet und gleich auch etwas verdient. „Windische“ sind die Leute, die slawischer Herkunft waren und früher dort gewohnt haben.

Die Ursache für die Gründung der Weinbauchschule war die Reblaus.
Sie vernichtete im 19. Jh. die Weine. Die Rebstöcke wurden durch resistente, amerikanische ersetzt. Die lieferten aber erst nach 3- 4 Jahren Ertrag. Zur Überbrückung wurde für die damaligen Weinbauern Schulen gegründet, die für diese Zeit, da die Bauern für den Schulbesuch auch bezahlt wurden, die Existenz sicherten.

 

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D.h. ursprünglich war die Schule für Erwachsene gedacht, heute aber wird sie von Jugendlichen ab dem 15. Lebensjahr besucht. Für Erwachsene gibt es noch Fortbildungsseminare und Hilfeleistung in Notfällen für die Weinbauern der Umgebung.
Die Terrassen sind weit ober dem Talboden gebaut, wegen der Wärme: Oben ist es bei Nebel um bis zu 10 Grad wärmer als unten. Die Weinstöcke werden rechts und links ausgezogen, wenn es geschnitten wird, tropft dann das Wasser aus den Schnittstellen bis sie geheilt sind.
Noch heute arbeiten zur Erntezeit auch Slowenen, sie sind sehr verlässliche Arbeiter und und kennen sich mit der Arbeit im Weingarten sehr gut aus.
Frisch gepflanzte Weinstöcke sind ganz unten mit Wachs geschützt.

 

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Das Presshaus ist sehr sauber mit großen Pressen und im Weinkeller waren viele Fässer, manche davon 50 Jahre alt mit kunstvollen Mustern. Und im Keller gibt es auch eine schwarze Katze auf einem Fass (zur Kennzeichnung des besten Weines), die soll fremde Leute abschrecken, damit diese nicht rein gehen und den Wein nehmen....
Sadaf Firoz, 5b

 

2. Tag (16.4.) Schotterwerk Schwarzl

Beim Schotterwerk Schwarzl in Unterpremstätten wurden wir herzlichst empfangen, mit einer Jause und Mineralwasser. Ein Mitarbeiter der Firma begann mit der Präsentation des Unternehmens: Die Firma Schwarzl wurde 1959 von Karl Schwarzl gegründet. Der angrenzende See wurde ebenfalls nach ihm benannt. Die Firma Schwarzl war am Anfang nur eine kleines Erdbauunternehmen, die sich aber rasch zu einer Kies- und Betontransportwerk ausbaute. 1985 erkannte dann der Großkonzern PORR das große Potential, die diese Firma hatte und übernahm auch diese zu 100%. Mit der Firma PORR begann auch die nun große Firma Schwarzl, wider zu wachsen.
Danach gab es von einem Geologen eine Einweisung in die Sorten der Steine. Es gibt Magmatite, Metamorphite und Sedimente. Die Magmatite wurden im Herzen der Erde geboren, das Magma trat aus der Erde empor und kühlte ab, so formten sich diese meist sehr harten Steine. Die Metamorphite sind sogenannte „Faltgesteine“. Diese Steine wurden durch enorme Hitze und Druck in ihre besondere Form gepresst. Man findet sie oft in der Nähe von Vulkanen, da dort die vorhandenen Drücke und Temperaturen diese Steine am besten formen können. Die Sedimente sind eine besondere Steingruppe, da diese durch Verwitterung entstehen und diese durch Verwitterung ebenfalls verlassen; d.h. Steine werden durch Regen, Frost, Temperatur etc. geformt und z.B. durch Flüsse wieder in das Meer (Länder) gespült. In den ganzen Firmen, die Schwarzl betreibt sind ca. 150 Mitarbeiter tätig. Schwarzl ist momentan in Ungarn, Kroatien, Österreich und teils im nahen Osten tätig. Dieser (mittlerweile Großkonzern) betreibt:
5 Transportbetonwerke
1 Baustellen-Mischanlage
2 Kieswerke + 3 Steinbrüche (davon ein Hartgesteinswerk)
1 LD-Schlacken-Recyclingwerk

Die Hauptprodukte der Firma sind (nach dem Jahr 2012) ca. 2,6 Mio. Tonnen Schotter, Sand und Kies, 260.000 m³ Tonnen Beton. Momentan wird im Kieswerk Unterprämstätten Sand, Kies und Transportbeton produziert. Der Herr, der die Präsentation beendete, führte uns ebenfalls in dem Kieswerk herum. Wir haben an diesem Tag etwas über die Gesteinskörnungen erfahren. Das ist die Größe, wonach die Steine heute geordnet werden.

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Der größte Teil der Anlage besteht aus dem Kieswerk. Dort wird Kies bis in eine Tiefe von ca. sieben Metern abgebaut. In einem Trocken- und Nass-Abbauverfahren wird der Kies ans Tageslicht befördert. Dann wird der Kies in eine Nassaufbereitung gewaschen und in die richtige Größe geteilt. Die großen Brocken werden dann in dem „Brecher“ gebrochen. Der Wasser- und Stromverbrauch ist dabei enorm.

Die Firma Schwarzl stellt auch Beton her. Für jeden Zweck gibt es dabei einen bestimmten Betontyp, z.B: Schwerbeton (für Stralenschutz), Leichtbeton/Schwebebeton (für Brücken od. Häuser), Spritzbeton (für Tunnel), viele Mörtel-Sorten (zum Verputz), spezieller Dämm-Sand (für den Unterboden der Häuser etc.), Faserbeton (für spezielle Festigkeit) und viele weitere Sonderprodukte.
Nahe der Firmenzentrale (wo wir empfangen wurden) liegt das Betonlabor, wo die verschiedensten Beton-Prototypen hergestellt, wie auch getestet werden. Für den Test werden 15x15x15cm Blöcke hergestellt. Diese werden dann in eine Presse gegeben, wo Druck von bis zu 1.500 kN (entspricht 150 t) ausgeübt werden kann. Der Betonwürfel bekam Risse nach ca. 1.200 kN. Dieses Gewicht entspricht drei aufeinanderliegenden vollbeladenen LKW-Zügen.
Gerhard Racos, 5b

 

3. Tag (17.4.) Land Steiermark: Gewässer- und Luftgüteüberwachung

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe musste ganz hinauf, in den 5. Stock, gehen wo es um das Thema Wasser und die verschiedenen Güteklassen der heimischen Gewässer ging. Ein Biologe erklärte uns dass das Wasser früher viel dreckiger war als heute. Früher hatten unsere Flüsse und Seen Güteklasse 4 und 5 (sehr verschmutzt, fast keine Lebewesen bzw. Pflanzen) und heute haben die meisten den Wert von 1 oder 2. (sauber, viele Pflanzen)
Danach widmeten wir uns verschiedenen Gläsern mit Gewässerproben, die zur Konservierung mit Alkohol gefüllt waren und viele Kleinlebewesen enthielten. Dazu bekamen wir auch noch ein paar Zettel wo diese Tiere abgebildet waren.

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Die Tiere mussten wir in eigene Gläser schütten, nach der Art sortieren und zählen. Dann zeigte uns der Biologe noch wie man aus dieser Zählung die Güteklasse des Gewässers bestimmen kann.
Nach dem Gruppentausch ging es um das Thema „Luftgüte“:
Anhand einer PowerPoint-Präseantation erfuhren wir das die Luft in Wien und in Oberösterreich viel besser ist als in z.B. Graz. Das ist deshalb so weil wenn Luftmassen von Nordwesten kommen, liegen wir in Graz windgeschützt hinter dem Alpenhauptkamm. Ebenso regnet es auch viel öfter im Norden Österreichs. Dadurch gibt es weniger Feinstaub als wie bei uns, in Graz, wo wir viel mehr Sonnenschein haben. Feinstaub, so haben wir erfahren, entsteht durch Industrie, Verkehr, Landwirtschaft usw.)

 

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Nach dieser Präsentation machten wir uns auf den Weg zur Messstation beim Bad zur Sonne. Hier messen Geräte automatisch die Schadstoffe in der Luft.
Silke Himmelreich, 5b

 

4. Tag (18.4.) Abwasser: Kanalisation, Kläranlage Gössendorf

Am 18. April 2013, besuchten wir sämtliche Kanalbauten. Wir spazierten von der Schule Monsberger bis zum Dietrichsteinplatz und dort begrüßte uns auch schon unser Führer, Herr Neumeister. Wir wurden vom Dietrichsteinplatz in die Grazer Unterwelt geführt. Zuerst hatte es dort unten einen sehr üblen Geruch, an den man sich aber langsam gewöhnte. Es war auch sehr kalt bzw. sehr kühl. Dieser Kanal wurde im 18. Jahrhundert gegründet und der Grazbach mündet auch in diesen Kanal. Der Kanal musste auch viele Erneuerungen durchstehen, da im Weltkrieg Bomben fielen.

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Wir gingen unterirdisch in Richtung Herz-Jesu Viertel. Wir erfuhren auch, dass alle Kanäle in Graz in die Mur münden. Auf dem Weg dem Weg hörte man alle drei Minuten, dass jemand bei seinem Klo heruntergespült hat und das floss auch gleich weiter. Ab und zu blickten wir in 50 cm hohe Kanalmündungen hinein und sahen ein paar Ratten herum schleichen. In Graz gibt es ungefähr pro Einwohner eine Ratte! Und das ist ziemlich viel. Man soll auch nicht Essen und andere Sachen herunterspülen, weil sich die Ratten über das heruntergespülte Essen freuen. Am Wichtigsten ist, keine Strumpfhosen herunterzuspülen, weil das kann der Technik in der Kläranlage Gössendorf einen großen Schaden anrichten. Aber ich denke, dass die Ratten genug Nahrung dort unten finden.
Danach fuhren wir mit dem Bus weiter in Richtung Gössendorf zum Kraftwerk. Dort floss das Wasser ruhig, aber mit sehr viel Dreck und Müll zum Kraftwerk. Dieser Müll wird abgefangen und das Wasser fließt weiter zur Kläranlage und dort werden die Schadstoffe dem Wasser entzogen und das Wasser kommt wieder zurück in die Mur.

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Zuerst wird der „menschliche Schlamm“ extra sortiert und alles andere, wie Klopapier und Müll, wird grob aussortiert. Dann im biologischen Teil wird ein biologischer Schlamm erzeugt, wo Bakterien leben und sich von den Schadstoffen des Wassers ernähren. Ohne Bakterien würde alles nicht so toll funktionieren! Man versucht auch, sehr gute Lebensbedingungen für diese Bakterien zu schaffen und braucht eigene Maschinen, die sehr teuer sind. Wenn das Wasser wieder rein ist, wird es wieder in die Mur gelassen und fließt weiter in Richtung Süden (Radkersburg, Slowenien). Der Sondermüll wird deponiert und der „menschliche Schlamm“ wird nach Niklasdorf gebracht und dort verbrannt.
Maximilian Smodej, 5b